Sailing the Whitsundays

Donnerstag, 13. Juli: Townsville – Bowen – Airlie Beach // Gefahrene Kilometer: 285 km

Da wir Townsville bisher eigentlich nur bei Nacht gesehen hatten, liefen wir am Morgen noch etwas an der Promenade „The Strand“ (ja, die heißt wirklich so :D) und in der Stadt spazieren.

Doch noch am Vormittag fuhren wir los in Richtung Airlie Beach. Und auf dem Weg passierte es wieder: Die Motorkontollleuchte leuchtete wieder… Zu allem Übel flog dann auch noch mein Fenster aus der Halterung und ließ sich nicht mehr nach oben drehen. Auch Linhs Fenster hatte schon öfters Zicken beim Schließen gemacht… Oh Ella, was soll das denn?! – fragten wir uns. Bei der nächsten Haltebucht bekamen wir die Fenster mit vereinten Kräften irgendwie in ihre Halterungen gedrückt. Ab sofort mussten sie dann aber zu bleiben… Die Motorkontrollleuchte beachteten wir einfach nicht weiter. 😀 Der Mechaniker auf Magnetic Island hatte uns ja versichert, dass nichts schlimmes mit dem Motor sein. Soll sie halt leuchten…

Auf dem Weg machten wir noch einen kurzen Zwischenstopp in Bowen bei der Big Mango. Und die war wirklich big! 😀

Am Nachmittag kamen wir dann in dem kleinen Örtchen Airlie Beach an. Dort waren die Auswirkungen des Zyklons im März noch deutlich zu erkennen: Überall kaputte Bäume und Palmen und tatsächlich nur noch einen Campingplatz für Caravane. Dort bekamen wir zum Glück auf direkt einen Platz: Neben einem anderen Hippie Camper, Regina. 😊 Die beiden Mädels, die mit Regina unterwegs waren, übrigens auch Deutsche, klagten über die gleichen Probleme: Leuchtende Motorkontrollleuchte, klemmende Kupplung, lose Fensterscheiben. Wir waren also nicht Alleine 😀 Die Autovermietung hatte den beiden sogar gesagt, dass „die Motorkontrollleuchte halt ab und zu mal leuchtet.“ Auch gut, dann muss das wohl so sein. 😀

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Ella und Regina

Da wir vorhatten schon morgen zu den Whitsundays zu fahren, mussten wir heute noch eine Tour buchen. Ein freundlicher Mann der aussieht wie ein junger Stefan Raab versucht das beste Angebot zu finden und kümmert sich sehr gut um uns und unsere Vorstellungen. Bei ihm buchen daher gleich ein Doppel: Whitsundays und Fraser Island. Es war sehr teuer, 100 Dollar über dem Limit. Es tat sehr weh. 😀 Aber dank Stefans Mühe haben wir so zwei Touren für den Preis von einer bekommen. Zur Feier des Tages lassen wir noch ein bisschen Geld in der Apotheke und im Wollie und gehen nach dem Packen und Duschen (endlich!) ins Bett.

Freitag, 14. Juli: Airlie Beach – Whitsundays

Am Freitag waren wir morgens pünktlich an der Marina und warteten auf unsere Tour. Damit es mir nicht wieder so erging wie auf dem Schiff zum Great Barrier Reef, warf ich zur Sicherheit vorher schon die extra-starken Tabletten gegen Seekrankheit ein. 😀 (sie halfen wunderbar 😉). Mit einem Schlauchboot ging es dann raus zu unserem Segelschiff „Hammer“. Da wir die letzten beiden Plätze auf dem Segelschiff bekommen hatten, hatten wir ein kleines Zweier“zimmer“ für uns alleine bekommen. Und das zwar deutlich günstiger, als es eigentlich kosten würde. Die anderen waren alle etwas neidisch in ihrem großen gemeinsamen Schlafraum, wir aber ganz froh über ein bisschen Privatsphäre und Stauraum.

Und dann fuhren und segelten wir direkt los durch die Whitsundays Richtung Whithaven Beach. An Deck war es sehr entspannt und wir genossen die Sonne und die Aussicht. Gegen Mittag kamen wir an der Insel an, auf der der berühmte Whitehaven Beach liegt. Nach einem kurzen Bushwalk sahen wir ihn endlich und es war unglaublich! Schneeweißer Sand, türkisblaues Meer, weitläufig und fast menschenleer. Es war ein Traum! Und in diesem Paradise verbrachten wir drei Stunden mit Chillen und diesem phantastischen Ausblick. Danach gingen wir noch zum Lookout über dem Whitehaven Beach und konnten diesen nochmals von Oben bewundern (der Postkarten-View 😉).

Zurück auf dem Boot sahen wir sogar noch einen Wal, was wieder sehr cool war. 😊 Und dann segelten wir in den Sonnenuntergang hinein. 😊 Am Abend saßen wir noch alle ein bisschen zusammen, bis wir uns dann in unsere kleine Nische zurückzogen und eine, nennen wir es mal, interessante Nacht an Bord verbrachten. 😀

Samstag, 15. Juli: Whitsundays – Airlie Beach – Mackay // Gefahrene Kilometer: 173 km

Am nächsten Morgen stand wieder Schnorcheln am Great Barrier Reef auf dem Programm. An der ersten Stelle zum Schnorcheln gab es wenige Fische zu bestaunen, dafür viel Riff. Leider machten sich auch hier die Folgen des Zyklons bemerkbar: viele Teile waren ziemlich kaputt, was sehr traurig war. ☹ Bei unserem nächsten Schnorchel-Stopp war das etwas anders. Dort gab es seeehr viele Fische, die eine fast keinen Platz zum Schwimmen ließen. 😀

Am Nachmittag entspannten wir uns wieder noch ein bisschen an Deck und segelten wieder zurück nach Airlie Beach. Hier sahen wir dann sogar noch ein paar Delfine. 😊 Gegen 16 Uhr kamen wir wieder an der Marina an und begrüßten unsere liebe Ella, die brav auf uns gewartet hatte. 😉 Da es schon recht spät war und wir noch heute etwas Strecke zurücklegen wollten, fuhren wir gleich weiter nach Mackay, wo wir pünktlich vor der Dunkelheit ankamen. Da wir uns kulinarisch diese Woche noch nichts gegönnt hatten, gönnten wir uns an diesem Abend was bei Hungry Jack’s, yummy. 😊 Mit vollem Magen hieß es dann: Gute Nacht, Mackay!

Sonntag, 16. Juli: Mackay – Town of Seventeen Seventy // Gefahrene Kilometer: 604 km

Heute stand uns die längste Strecke des bisherigen Roadtrips bevor, in etwa so lange wie von Karlsruhe nach Hamburg. Etwas mehr als 600 Kilometer – daher standen wir früh auf, tankten das Auto voll und holten uns, mangels Vorräten, ein schnelles Frühstück von der Tankstelle. Auf der Fahrt gibt es zum Glück immer was zu sehen, zu unserer Freude sogar ein paar Koalas. Zudem ein Känguru, dass direkt vor uns über die Straße hüpfte. Das war vielleicht ein Schreck! Und leider sahen wir auch ganz schön viele tote Tiere am Straßenrand. ☹ Da die Fahrt wirklich sehr lange war, musste Linh mich zwischenzeitlich mit dem Fahren ablösen, was nach 4 ½ Jahren, in denen sie nie Auto gefahren ist, doch ein ziemlicher Schritt war. 😉 Ich konnte mich dann als Fahrlehrer testen und Linh ihre Fahr-Skills aufbessern, und das sogar im Linksverkehr. 😉

Am Nachmittag näherten wir uns dann endlich Agnes Waters, wo dann ich wieder das Steuer übernahm. Auf dem kurzen Weg von Agnes Waters bis in das kleine Dörfchen Town of Seventeen Seventy sahen wir ganz viele Kängurus. 😀 Die saßen einfach vor den Häusern, im Wald, im Feld – überall! 😊 Leider waren tatsächlich alle (!) Campingplätze in 1770 und in Agnes Waters komplett voll. Daher grillten wir erstmal am Free Barbecue am Strand zum Sonnenuntergang und campten dann mangels Campingplatz einfach wild am Hafen von 1770 unter 1000 Sternen.

Tanja

 

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