Off to New Zeaventures – Part 2

Am Dienstagmorgen verließen wir dann endlich das nach faulen Eiern stinkende Rotorua und fuhren zu einer naheliegenden Aussichtsplattform, von der man den Blue Lake und Green Lake sehen kann. Wie der Name schon verrät, handelt es sich dabei um einen blaufarbigen See und einen grünfarbigen See. 😀 Das Besondere ist, das sie nebeneinanderliegen und man sie von oben gleichzeitig sehen kann. Da es aber dem Tag sehr wolkig und nebelig war, konnten wir die Wirkung der beiden Seen nur erahnen.

 

Danach ging es mit unserem El Cheapo weiter nach Waitomo. Dort hatten wir eine Tour durch die Glowworm Cave (Glühwürmchenhöhle) und einer Tropfsteinhöhle vorgebucht. Zunächst ging es zu Fuß mit einer kleinen Gruppe in die Tropfsteinhöhle. Es wurde mehrmals darauf hingewiesen, dass wir in den Höhlen leise sein sollen. Bei unserem Glück war ein kleines Mädchen in der Gruppe, die unaufhörlich geschrien hat. Davon war ein Großteil der Gruppe echt genervt, weil das Geschreie in der Höhle geschallt hat und wir uns Gedanken gemacht haben, ob wir später überhaupt Glühwürmchen sehen, wenn sie so laut ist. In der Tropfsteinhöhle sah es echt cool aus. Schließlich gelangen wir zu einem großen Raum in der Höhle, in der wohl schon berühmte Stars wie The Beatles und Katy Perry ein Konzert gegeben haben. Dann ging es runter zu einem Bötchen, mit dem wir durch die Glowworm Cave fahren würden. Das kreischende Mädchen und ihre Familie verabschiedeten sich vorher von uns, da es nicht aufhörte so laut zu sein und sie liefen zurück. Im Boot hieß es erst mal: alle Blicke nach oben, denn überall an der Decke waren tausende leuchtende Punkte. Es sah aus wie ein Sternenhimmel, sehr beeindruckend! 😊

 

Als wir dann aus der Höhle rauskamen, mussten wir feststellen, dass es regnete. Deshalb eilten wir schnell zum Auto und fuhren weiter zu unserer nächsten Unterkunft in Turangi. Dort hatten wir ein Achtbettzimmer gebucht, aber zu unserem Glück hatten wir es für uns alleine. 😊 Die Unterkunft hieß Samurai Lodge und war sehr chaotisch aber auch gemütlich. Die Besitzer hatten einige Haustiere, die im Gemeinschaftsraum herumliefen, darunter ein Hund namens Candy alias Sausage, weil sie so lang ist :D, ein Kätzchen, dass wir Muschi tauften und zwei Papageien namens Harry und James. Sausage war sehr zutraulich und ließ sich streicheln, Muschi sei wohl eher schüchtern und es hieß, wir sollten sie lieber in Ruhe lassen.

K1024_20170613_210001
Sausage.

Nachdem wir im Zimmer unser Zeug soweit gerichtet hatten, entschieden wir uns, noch für ein zwei Stündchen in ein Thermalbad zu gehen. Dieses befand sich draußen und wurde durch den Vulkan natürlich geheizt. Es war sehr entspannend, obwohl es immer noch regnete. Wir waren auch – mal wieder – fast alleine. 😀

Da wir bald Hunger bekamen, fuhren wir wieder zurück zu Lodge und kochten uns Nudeln mit Bohnen und Karotten. Leider gab es kein Salz. Oder Pfeffer. Oder irgendein anderes Gewürz. Dieses Abendmahl werden wir so schnell nicht wieder vergessen: es hat einfach sooo schrecklich fad geschmeckt. Da wir aber nichts anderes da hatten und es schon so spät war, sodass alles schon geschlossen hatte, mussten wir es wohl oder übel herunterwürgen. 😀

Danach gingen wir unbefriedigt auf unser Zimmer und begegneten Muschi vor der Türe. Sie begrüßte uns gleich und kam dann sogar mit uns ins Zimmer. Wir spielten mit ihr und sie wollte gar nicht mehr gehen, sodass wir sie wieder raustragen mussten, bevor wir schlafen gingen. 😀

 

Am nächsten Tag standen wir früh auf, denn es ging zum Tongariro Nationalpark, einem der schönsten Nationalparks auf der ganzen Welt und Drehort von Herr der Ringe. Es war mega kalt draußen und als wir beim Parkplatz des Parks ankamen und ausstiegen, traf uns der Schlag! Es war eiskalt, sodass wir unseren eigenen Atem sahen und wir hatten nur unsere Frühlingsjacken an, die wir eben dabeihatten. 😀 Nachdem wir ein paar Schritte Richtung Alpin Crossing liefen, sahen wir es: Schnee und Eis. Auf dem Boden, auf den Schildern, auf den Büschen. 😀 Laut Wettervorhersage hatte es einfach -12 Grad! Den Mount Ngauruhoe alias Schicksalsberg aus Herr der Ringe haben wir nur im Ansatz gesehen, da es so nebelig war. Die Umgebung – Mordor lässt Grüßen – wirkte ein bisschen gruselig, dennoch liefen wir den Weg entlang. Da wir aber leider weder Eispickel, noch Schneeanzug dabeihatten, wie es empfohlen wurde, drehten wir bald wieder um. 😀

 

Wir fuhren mit El Cheapo über die Dessert Road weiter Richtung Wellington. Eine weite Reise lag vor uns. 😀 Es gab nichts, außer die Straße und Wüste. Irgendwann fuhren wir durch ein Militärübungsgebiet, wo wir ja nicht aussteigen sollten. Als wir die Dessert Road nach 4 Stunden Fahrt endlich verließen, machten wir erstmal eine Pause an einem Strand: dem Waikarera Beach.  Danach mussten wir uns beeilen, damit wir vor Einbruch der Dunkelheit in Wellington ankommen. Kurz bevor wir in die Stadt hineinfuhren, ging die Sonne über dem Meer unter und wir hielten nochmal kurz an, um ihn vom Strand aus zu bewundern.

 

In der Stadt hieß es dann erstmal: Parkplatz suchen. Und das stellte sich als eine recht komplizierte und vor allem teure Angelegenheit heraus. Während wir bei all den vorherigen Hostels überall kostenlos parken konnten, mussten wir in Wellington erst mal schauen, wo wir am günstigsten für mehrere Tage parken konnten. Als wir alle Parkhäuser in der Nähe abgeklappert hatten, entschieden wir uns für das Wilson Parkhaus, welches nur eine Straße weiter von unserem Hostel lag. Da man nirgendwo für mehr als 14 Stunden parken konnte, mussten wir jeweils morgens vor 8 Uhr nochmal ein neues Ticket lösen, sowie abends. Im Hostel waren wir dann zur Abwechslung mal wirklich zu viert und nicht alleine. 😀 Zu Abend gab es nur Pies vom 7Eleven bevor wir dann hundemüde ins Bett fielen.

Am nächsten Tag ging es zur Herr der Ringe Tour, bei der wir nur zu Acht waren. Unser Guide fuhr mit uns zu verschiedenen Drehorten rund um Wellington und zu den Studios von Peter Jackson, dem Regisseur der Trilogie. Sie erzählte uns viele Details zu jedem einzelnen Stopp. Wir machten lustige Fotos im Wald und einen kleinen Zwischenstopp bei einem Bauernhof, auf dem wir ein Alpaka namens Peppy kennen lernten, welches sich so freute und am Zaun hochsprang, um von uns gestreichelt zu werden. Ihre Geräusche dabei waren unbeschreiblich lustig. 😀

 

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Abends bewunderten wir einen wirklich schönen pinken Sonnenuntergang und fuhren wieder zurück in die Stadt. Da wir ein bisschen spät dran waren, eilten wir zum Parkhaus, um einen neuen Parkschein zu lösen, als wir von weitem etwas Weißes am Scheibenwischer entdeckten. Es war natürlich ein Strafzettel. Und nicht wie wir als erstes dachten, weil wir 5 Minuten zu spät waren, sondern, weil wir anscheinend zwei Parkplätze belegen würden. Satte 65 $ sollen wir zahlen! Total verärgert, da wir nicht mal einen Zentimeter auf dem anderen Parkplatz „standen“, lösten wir einen neuen Parkschein und parkten nochmal um. Im Hostel aßen wir dann Pizza und einen sehr leckeren Kuchen mit Oreo und salted caramel als Nachtisch. Yummy! 😊 Immerhin hatte der Tag damit ein schönes Ende.

 

An unserem letzten Tag in Wellington spazierten wir durch die Stadt und kaufen Souvenirs. Nach einem sehr frühen Mittagessen beim Hungry Jack’s, bei dem wir kostenlos unsere Getränke, darunter auch Slushies, auffüllen durften, liefen wir zu unserem Auto zurück und fuhren dann hoch hinaus zu einem Windrad, von wo wir eine sensationelle Aussicht über die ganze Stadt genießen konnten.

 

Danach hieß es erstmal „Bye Bye, Wellington, bis zum nächsten Mal!“ Wir fuhren wieder zurück Richtung Taupo und machen einen Zwischenstop in Foxton, wo es eine Windmühle gab, die wir uns anschauten. In der Abenddämmerung fuhren wir dann wieder über die Dessert Road und als die Sonne untergegangen war, sah es in der Wüste mit dem riesigen Vulkan schon etwas gruselig aus. 😀

K1024_DSC_0602 (2)
Windmühle in Foxton.

Spätabends kamen wir dann in Taupo an und bemerkten, dass direkt unter unserem Hostel ein Club war. Der freundliche Mann, bei dem wir eincheckten, zeigte uns zunächst unser Zweierzimmer und wir stellen fest, dass man den Barbetrieb mitbekam. Ohoh, uns schwante Böses… Wir gingen dann erstmal Einkaufen und kochten uns Nudeln mit Chorizo, Paprika, Mais, Soße und sogar mit Gewürzen! 😊 Sehr satt und zufrieden gingen wir auf unser Zimmer und machten uns fertig zum Schlafen, als es plötzlich anfing. Um Punkt 22 Uhr. Der Barbetrieb wechselte zum Clubbetrieb und es war SOOOOOOOOOOOOOO laut! Der ganze Boden vibrierte, unsere Bettgestelle vibrierten und alles wackelte und war einfach abartig laut. Es fühlte sich an, als stünden wir direkt neben der Tanzfläche, weil wir den ganzen Bass abbekamen und wir fragten uns echt, wie wir so schlafen sollten. Da wir total fertig aussahen und wir nach 22 Uhr nicht mehr duschen konnten, entschieden wir uns dagegen, einfach runterzugehen und mitzufeiern, zumal wir am nächsten Tag leider auch sehr früh rausmussten. Also legten wir uns in unser wackelndes Stockbett, Tanja steckte ihre Ohrstöpsel rein, ich stülpte mir mein Kissen und meine Kapuzenjacke über mein Gesicht und wir versuchten bei dem ohrenbetäubenden Lärm zu schlafen. Da das nicht funktionierte, fingen wir sogar an zu googeln, wie viel Dezibel das wohl hat. 😀 Um 3 Uhr nachts war zum Glück Schluss. So muss sich das wohl anfühlen, wenn die Nachbarn die Party des Jahrhunderts feiern und man nicht eingeladen ist. 😀

Nachdem wir die Nacht überstanden hatten, machten wir mit Kopfschmerzen einen Spaziergang am Lake Taupo, dem größten See in Neuseeland. Danach fuhren wir zum Huka Fall, einem kleinen Wasserfall in der Nähe und spazierten dort noch ein bisschen umher, bevor wir zu den Craters of the Moon fuhren, um nochmal heiße, stinkende Blubberschlammlöcher zu sehen. Dort stellten wir jedoch fest, dass es 8 Dollar Eintritt kostete, worauf wir dann doch verzichten konnten.

 

Unser Mittagsessen bestand aus „Frankfurter Würstchen“ vom Countdown, die sich absolut nicht als Frankfurter herausstellten sowie Käsebrötchen, die wir ganz klassisch im Auto aßen. Dann ging es wieder Richtung Auckland Airport, wo wir uns von El Cheapo verabschiedeten, mit dem wir insgesamt fast 2000 Kilometer zurückgelegt hatten. Wir luden unsere Sachen aus und liefen zum Hotel, was direkt am Flughafen lag. Nach den ganzen Stockbetten und harten Matratzen waren wir so glücklich über die zwei Boxspringbetten, die uns im mega schicken Hotelzimmer erwarteten. Wir hatten sogar einen eigenen Fernseher und ein sehr geräumiges Badezimmer. Hach, da lernt man so kleine Dinge erst richtig zu schätzen. 😊

 

Wir legten uns erstmal eine Weile lang hin, da der Roadtrip im Großen und Ganzen doch sehr anstrengend war, bevor wir nach Draußen gingen, um etwas zu Essen. Nachdem wir beim KFC ausreichend gefuttert hatten, machten wir es uns in unseren Hotelbetten gemütlich, schauten im Fernsehen den zweiten Teil von Despicable Me (Minions) an und aßen dabei Chips, Schokolade und Gummibärchen bis zum Abwinken. Es musste schließlich alles gegessen werden, bevor wir in den Flieger steigen. 😉

Nach dem absolut entspannten Abend packten wir unsere Koffer und gingen dann doch recht spät erst schlafen.
Nach ein paar Stunden mussten wir dann schon aufstehen: um 5 Uhr morgens klingelte der Wecker und wir zogen uns schnell an und checkten aus. Mit unseren Koffern stellten wir uns erst mal raus und versuchten im Dunkeln herauszufinden, in welche Richtung wir laufen müssen, als plötzlich ein gestresster Mann, der gerade sein Zeug ins Taxi lud uns zu sich herwinkte und meinte, wir können mit ihm mitfahren. 😊 So sparten wir uns den Fußmarsch bis zum Flughafen und konnten gemütlich unser Gepäck aufgeben. Natürlich stellte sich der Mann als Australier heraus. Hach, die Australier. 😊

Im Terminal mussten wir leider feststellen, dass das Essen überteuert war und wir verzichteten schweren Herzens auf ein Frühstück. Wir machten uns auf dem Weg zum Gate und füllten unsere Wasserflaschen wieder auf.

Im Flugzeug bekamen wir dann wieder überraschenderweise Essen – juhuuuu! Unser Frühstück war gerettet! 😊 Glücklich mampften wir unsere Sandwiches und schliefen danach erstmal eine Runde.

Nach einem dreistündigen Flug kamen wir dann morgens um 9 Uhr am Sydney Airport an und waren total gejetlagged. Nachdem wir unser Gepäck abgeholt hatten, fuhren wir mit unserem Shuttlebus dann zum Central. Dort kauften wir uns zunächst etwas Kleines zu essen und fuhren mit dem Bus nach Hause. Dort packten wir erstmal unsere Koffer aus und schmissen die Wäsche in die Waschmaschine. Dann hieß es: Bedtime! Wir waren so müde und legten uns gleich hin. Gegen Mittag kam dann Mike nach Hause und brachte seine Mutter mit. Sie war sehr süß und er würde wohl bei seiner Mutter übernachten. Das hieß: wir haben die Wohnung und vor allem die Waschmaschine für uns alleine, um die ganze Wäsche zu waschen! Juhuuu. 😀

Abends gönnten wir uns dann eine Gourmetpizza, von der Pizzeria gegenüber, für zusammengerechnet 50 Dollar und schauten Big Bang Theory und tranken dazu Wein. 😊 Die Pizzen waren einfach unbeschreiblich lecker und wir verstanden, wieso alle dort Pizza bestellten.

 

Wir wollten den Abend schön ausklingen lassen, als es wieder passierte: eine abartig große Kakerlake saß im Badezimmer. ☹ Mit vereinten Kräften und einem „Kill directly“-Insektenspray besiegten wir das Biest und schmissen es in den Küchenmüll, welchen wir direkt rausbrachten. Ihhh!

Danach konnten wir aber entspannt und zufrieden ins Bett gehen und unsere Erlebnisse und Eindrücke aus Neuseeland nochmal Revue passieren lassen, indem wir uns unsere Bilder anschauten. Eins ist sicher: wir kommen wieder! 😊

Linh.

Advertisements

Ein Kommentar zu „Off to New Zeaventures – Part 2

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

w

Verbinde mit %s