Surf Camp reloaded!

Nachdem ich am Freitag meinen Arbeitstag im Hundesalon beendet hatte und wir danach noch schnell unser Assignment für Peter fertig geschrieben und hochgeladen hatten, fuhren wir am Abend Richtung City. Denn ein Wochenende musste ganz dringend nochmal wiederholt werden: Surf Camp! 😊 Da uns das Wochenende dort letztes Mal so gut gefallen hat und wir natürlich auch unsere Surf-Skills weiter verbessern wollten, war uns ja schon damals direkt klar: Wir kommen wieder!

Und so waren wir pünktlich um 17:45 Uhr am Treffpunkt beim Wake Up Hostel – natürlich war sonst mal wieder keiner da. 😀 Da war die Verwirrung mal wieder groß: Sind wir richtig? Wo sind die anderen? Mit etwas Verspätung sammelte uns Ben vom Surf Camp dann aber doch ein – allerdings nur uns und noch einen anderen, leicht verwirrt dreinschauenden, Teilnehmer. Im Wake Up wartete dann ein weiterer Instructor, Edmund, mit noch zwei Teilnehmern auf uns. Etwas seltsam fanden wir das dann schon; das sollen alle sein? Und ja, tatsächlich. Das war der Großteil der Gruppe für dieses Wochenende. 😀 Auf ein Mädchen warteten wir noch fast eine halbe Stunde. Nach Anrufen, E-Mails und keiner Rückmeldung von ihr, gingen wir dann ohne sie los. Edmund voraus, wir und die drei Herren, Felix, Kai und dessen Kumpel, hinterher zum Zug. Für fünf Personen war der Bus vom letzten Mal nämlich viel zu groß. Auf dem Weg zum Surf Camp stieg dann noch Ana in Wollongong zu und damit war unsere Gruppe dann tatsächlich schon komplett. 😀 Hin und her gerissen zwischen: „Das wird bestimmt richtig geil“ und: „Das ist schon alles ein bisschen seltsam“, fuhren wir den dieses Mal schier nicht enden wollenden Weg bis nach Gerringong. Dort wurden wir dann von Jose, Ned und Maia, die uns auch vom letzten Mal wiedererkannten, abgeholt. 😊 Nach vielen herzlichen Umarmungen war dann irgendwie hier schon klar: „Das wird bestimmt richtig geil“ hatte gewonnen. 😊 Nach einer kurzen Autofahrt bis ins Camp waren wir um halb zehn endlich wieder da, juhu! 😊 Auch die Jungs vom Surf Camp fanden die Situation mit nur sechs Gruppenmitgliedern diese Woche äußerst lustig und versicherten uns, dass das Wochenende sowas von gut werden würde… wir hatten natürlich mit nichts Anderem gerechnet. 😉 Die Zimmeraufteilung war somit ziemlich einfach: Mädels Zimmer 1 und Jungs Zimmer 2. 😀 Auch auf Gruppeneinteilung und zwei verschiedene Essens- und Surf-Zeiten konnten wir verzichten, was für alle Beteiligten dann auch entspannter und sehr heimelig war.

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Gang für dieses Wochenende 🙂

Da es noch nicht so spät war, beschlossen wir zusammen mit Ana und James, dem Camp-Koch, noch an den Strand zu gehen, den wir schon vermisst hatten. Am Seven Mile Beach erwartete uns dann ein unglaublich schöner Sternenhimmel und viele Sternschnuppen, fast so schön wie im Outback. 😊 So standen wir ziemlich lange am Strand, hören den Wellen zu, hielten Ausschau nach Sternschnuppen und sprachen über Gott und die Welt. Irgendwann war es allerdings doch etwas zu kalt, so dass wir den Rückweg ins Camp antreten und uns ins Bett kuschelten. Das war schon einmal ein guter Start ins Wochenende. 😊

Am Samstag startete der Tag um 8 Uhr mit dem Frühstück. Brett, die auch dieses Mal wieder für Video- und Fotomaterial zuständig war, filmte uns bei jedem Schritt unserer Frühstücksvorbereitungen. 😀 Bei sechs Leuten konnte man ihr nicht entkommen. Danach folgte wieder die Wettie-Einweisung von Jose. Da neben uns auch Felix ein Return-Surfer war, konnten wir das relativ schnell abhandeln, „ihr wisst das ja schon alles“.

Joey, unser Instructor vom letzten Mal, war auch dieses Wochenende wieder mit dabei, was uns natürlich freute. 😊 Er gab uns die Wetties aus, ein allseits beliebtes Prozedere – nicht 😀 Zuerst war Linh an der Reihe. Mit einem kritisch, abschätzenden Blick betrachtete Joey sie und drückte ihr zielsicher einen zu kleinen Wettie entgegen. Da wir vom letzten Mal schon unsere Größen wussten, musste Linh Joey leider desillusionieren: „Sorry Mate, too fat!“ 😀 Wir nahmen es mit Humor und Joeys verwirrter Blick war Gold wert! Am Ende hatten wir dann auch einen halbwegs sinnvoll passenden Wettie an. 😀

Ein weiterer Vorteil der kleinen Gruppe war, dass Jose uns freundlicherweise einfach mit dem Auto zum Strand runterfahren konnte. Da an diesem Vormittag noch ein Freund von Ned als Gast für den Vormittag mit dabei war, vergrößerte sich unsere Gruppe auf ganze sieben Teilnehmer mit zwei Instructures, Joey und Neddy – wir hatten quasi Privatstunden. 😊 Während der Rest der Gruppe mit dem „Theorie-Teil“ startete, gingen wir mit Felix schon mal ins Wasser. Felix, der schon deutlicher besser surfen konnte als wir, war bald weit draußen im Wasser, wir standen erstmal wieder ein bisschen planlos im Meer rum. 😀 Da uns aber Joey vom Strand aus beobachtete (er muss ja auf seine Surf-Schützlinge aufpassen 😉), wollten wir uns natürlich nicht blamieren. Zum Glück schaffte ich es gleich zu Anfang, eine gute Welle zu surfen. 😊 Ein bisschen Anfängerglück hatten wir also noch und schafften es beide ein paar Mal auf dem Brett zu stehen oder zumindest zu knien. Als dann auch der Rest der Gruppe mit im Wasser war, bekamen wir wieder Hilfe und Tipps von Joey und Neddy, was super hilfreich war, da die beiden sich bei nur sieben Teilnehmern echt viel Zeit lassen konnten. Da wir uns offensichtlich alle nicht ganz so doof anstellten, wurden wir sogar schon am Vormittag fotografiert und gefilmt.

Nach der ersten super coolen Surf-Session und nach einem leckeren Mittagessen (Burger 😊) ging es auch bald wieder los zur zweiten Session an diesem Tag. Neddys Freund, übrigens ein waschechter Aussie aus dem Outback, musste uns davor leider schon wieder verlassen. 😦

Auch bei der zweiten Stunde gingen wir gleich wieder rein ins Meer. Auch an diesem Mittag standen wir, mal mit und mal ohne Hilfe, auf dem Brett, bekamen Tipps und Tricks, brachten Neddy deutsche Sätze bei („Leg dich hin, Mädel“) und machten lustige Selfies und Surf-Videos. 😊 Linh machte an diesem Mittag auch Bekanntschaft mit einem Rip. Nachdem sie hilflos im Wasser herumdriftete, wurde sie glücklicherweise von Naddy gerettet. Neddy, unser Held des Tages. 😉

Nach einer heißen Dusche im Prestige Bathroom fuhren wir gemeinsam noch zu einem schönen Aussichtspunkt, von dem man den Sonnenuntergang über dem Seven Mile Beach sehen kann. Das war ein sehr epischer Moment, den wir alle sehr genossen haben. 😊 Zurück im Camp ging es ähnlich gut weiter: Heute Abend war wieder Barbie angesagt, yummy. 😊

Joey schlug irgendwann vor, Uno zu spielen, wovon alle begeistert waren. Wir lieferten uns erbitterte Uno-Kämpfe und schenkten uns nichts. 😀 Bald kam dann auch wieder, ihr ahnt es schon, der gute Aldi Wein auf den Tisch. Auch an diesem Samstag war nämlich wieder Pub Night angesagt. 😊 Und wieder war es Joey, der auf die grandiose Idee kam, das Trinkspiel Head or Tails zu spielen. Das ist im Grunde ganz einfach erklärt: Eine Münze wird geworfen und derjenige, der an der Reihe ist, sagt voraus ob es Kopf oder Zahl wird. Hat er richtig getippt, füllt er etwas von seinem Getränk in ein Glas in der Mitte und der nächste ist an der Reihe. Hat er falsch getippt, muss er das Glas mit den gesammelten Getränken aller leertrinken. 😀 Blöd war nur, dass es zu gefühlt 90 Prozent Linh und ich waren, die dieses Gesöff aus Bier, Wein, Gun (kein Kommentar…) und Jackie Cola trinken mussten. 😀 Irgendwann beendeten wir das Spiel, da alle entweder Mitleid oder Schadenfreude an unserem Leid hatten. 😀 Bevor wir los zum Pub gingen, entstanden dann noch Bilder, die die Situation vor Ort deutlich zeigten – wir hatten definitiv Spaß. 😀

Gegen 10 ging es dann los zum Pub, wobei Jose vorher nochmal betonte, dass wir es heute doch eher gemütlich angehen sollten, morgen sei ja wieder ein langer Tag. Doch die Stimmung war bei allen einfach viel zu gut: Dieses Mal war das komplette Surf Camp von diesem Wochenende am Start: Mit nur 15 Leuten gehörte uns die Tanzfläche quasi alleine und das nutzten wir sowas von aus! Es wurde gedanced, gesungen und Limbo getanzt – was nicht nur den Herrn aus der Ein-Mann-Band an diesem Abend freute. 😀 Keiner konnte dem Flow entkommen und es war einfach… ja, man kann es nicht anders sagen, legendär! 😀 Joses Hinweis war vergessen und wir feierten alle zusammen bis in die Nacht.

Als die Musik aufhörte zu spielen, liefen wir wieder zurück ins Camp und direkt noch weiter auf einen Sprung ans Meer zum Sterne gucken. Heute hatte James sogar an eine Decke gedacht und wir ließen den Abend gebührend unter dem Sternenhimmel ausklingen.

Wer feiern kann, kann auch aufstehen: Und so waren wir am Sonntag pünktlich um 07:30 Uhr zum Frühstück wach. Jeder der Surf Camp Mitarbeiter, die nach und nach auch eintrudelten, versicherte uns, dass das gestern die wohl geilste Party seit Langem im Pub war – „we rocked the pub“, „best party ever“, „I never expected that“. Tja, wir wissen halt, wie man feiert. 😉

Eigentlich sollte bald die leider schon letzten Surf Session starten, doch Joey war noch nicht aufgestanden – in 10 Minuten sollte es aber schon losgehen. Jose weckte ihn dann freundlicherweise und mit seiner Müslischale in der Hand, kam Joey dann direkt mit zum Strand und frühstückte auf dem Weg. 😀 Nach der Partynacht konnten wir es verstehen, denn auch er war  begeistert von dem Abend im Pub.

Bei der letzten Session für dieses Wochenende beschlossen wir, heute mal den angekündigt kurzen Theorieteil mitzumachen. Heute zeigten uns Joey und Neddy, wie man beim Surfen Kurven nimmt und so die Wellen ganz ausnutzen kann. Das kannten wir bisher noch nicht, daher waren wir froh, dass wir heute mit dabei waren. Auch heute gab es dann wieder Tipps und Tricks und Geschichten von den beiden, von ihren Erlebnissen und Erfolgen beim Surfen.

Auch das Surfen lief heute wieder ganz gut. Allerdings waren die Wellen heute zeitweise gar nicht vorhanden, so dass wir zwischendurch auch einfach mal ein paar Minuten auf dem Brett chillen konnten.😊 Kai schlief dabei sogar kurz ein. 😀 Zudem nutzten wir quasi jede freie Minute um lustige Selfies zu machen, ich surfte zusammen mit Neddy zusammen auf einem riesen Surfboard (Double-Surf!), Linh spielte mit Neddy Wellen-Taxi und Joey und ich tauschten kurzzeitig die Rollen von Instructor und Anfänger. 😀 Kurz um, wir genossen einfach die letzte Zeit, die wir zusammen im Wasser hatten.

Nach dem Duschen und dem Mittagessen, hatten wir noch ein bisschen freie Zeit, in der wir hauptsächlich nur in den Hängematten rumlagen oder Jose beim Gitarre spielen lauschten. Irgendwie waren alle ein bisschen traurig, dass das Wochenende schon wieder vorbei war und eigentlich wollten wir auch gar nicht gehen…

Der Abschied am Mittag war dann sowohl sehr herzlich als auch ziemlich traurig. ☹ Wo wir uns beim letzten Mal sofort sicher waren, dass wir sowieso wiederkommen würden, war der Abschied diesmal tatsächlich für länger. Wahrscheinlich würden wir uns in unserer Zeit in Australien noch mal wiedersehen, aber trotzdem fiel der Abschied nach diesem genialen Wochenende schwer.

Da alle etwas betrübt waren und wir unerwarteter Weise doch noch ein bisschen Zeit hatten, bis der Zug zurück nach Sydney fuhr, fuhr Jose uns als kleine Überraschung noch zum „Little Blowhole“ in Kiama. Das war wirklich lustig anzuschauen und die Stimmung war danach tatsächlich wieder ein wenig besser. 😉 Nach einem weiteren Abschied von Jose fuhren wir zusammen mit Brett, die uns nach Sydney begleitete, los. Abschiede sind einfach doof!

In Sydney angekommen, gingen wir kurz nach Hause um unsere Sachen abzustellen und fuhren dann gegen Abend wieder Richtung Stadt in die Side Bar, wo wir uns mit Brett zum Abendessen und zu einem Free Drink (ja, den gibt’s zum Glück immer noch 😉) trafen.

Brett ging es leider nicht ganz so gut, so dass sie sich bald verabschiedete. Wir hatten aber für heute Abend noch ein letztes Ziel: Das Vivid Festival! Dieses war an diesem Wochenende gestartet und darauf freuten wir uns schon wirklich lange. Als wir dann am Circular Quay ankamen, wurden wir neben einer riiiiesen Menschenmasse auch von tausend Lichtern begrüßt. Die ganze Stadt leuchtete! Es war einfach nur wunderschön und uns fehlten tatsächlich die Worte.

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Völlig geflashed und fertig von diesem Wochenende gingen wir am späten Abend nach Hause und schliefen tief und fest. Was war das bitte für 1 Wochenende?!

Hier gibt’s das Wochenende auch nochmal im Video:

Tanja

 

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