Surfing in Australia!

Da wir unsere Study Vacation natürlich voll ausnutzen wollten, fuhren wir am Freitagabend mit gepackten Rucksäcken in die Stadt, bereit fürs Surf Camp! Hier wurden wir mit dem Rest unserer Gruppe für das Wochenende vom Surf Camp Bus abgeholt. Mit einem Zwischenstop bei Hungry Jack’s in der Nähe von Wollongong kamen wir nach etwa zwei Stunden im Camp in der Nähe von Gerroa an. Dort wurden wir dann von den beiden Camp-Leitern Jose und Ned sowie dem gesamten Team begrüßt.

Schon in den ersten Minuten hatten wir einiges zu lachen. Die Stimmung war richtig gut und die Instructures total sympathisch und lustig. Jose und Ned erklärten uns zunächst die Camp-Regeln, von einem kleinen Spül-Kurs für Anfänger über die Erklärung der verschiedenen Duschen und Klos. Hier gibt es nämlich zwei Möglichkeiten: Den „What Ever Bathroom“ und den „Prestige Bathroom“. Im What Ever Bathroom ist fast alles erlaubt: Männer und Frauen gemischt, voller Sand, im Wettie – what ever eben. 😃 Und was im What Ever Bathroom passiert, bleibt natürlich auch im What Ever Bathroom. 😃 Im Gegensatz dazu war der Prestige Bathroom deutlich schicker, auch wenn man dafür zwei Minuten mehr Laufzeit einplanen musste. Im Prestige Bathroom herrschten andere Regeln als im What Ever – hier wird sich zivilisiert benommen. 😃😉 Natürlich wurden uns auch gleich das Surfer-ABC beigebracht: Von essentiellen Wörtern wie Wettie (Wetsuit) bis hin zur allgegenwärtigen Surfer Geste: Shaka!

Da es schon etwas später war, wurden wir auf die Appartements und in zwei Gruppen aufgeteilt. Wir kamen zusammen mit zwei Mädels, Vera und Nina, in ein Zimmer. Die beiden waren zwar ganz nett, aber so ganz hat die Chemie nicht gestimmt.

Am nächsten Morgen waren wir erst in der zweite Runde mit dem Frühstück an der Reihe. So konnten wir ausgeschlafen und fit unser Frühstück genießen bevor Jose uns die Wetties zeigte und den richtigen Umgang damit erklärte. Und dann hieß es auch schon rein in die Wetties! Das war beim ersten Mal wirklich ein ganz schön seltsames Gefühl. Die quasi dauerhaft nassen Anzüge fühlten sich an wie eine zweite Haut und wir uns dementsprechend irgendwie unangezogen. 😃 Aber da jeder gleich aussah, war es irgendwie auch egal.

Zusammen mit unserer Gruppe liefen wir zum Strand, der direkt hinter dem Camp liegt. Dort waren wir (mal wieder) beeindruckt: Der Name ‚Seven Mile Beach‘ spricht ja im Grunde schon für sich – aber der Strand war wirklich super schön und quasi fast menschenleer. Einfach perfekt für uns Surf-Neulinge.

Am Strand wurden wir dann in kleinere Gruppen auf die Surflehrer aufgeteilt. Auf uns wartete ein grinsender blonder Herr, der von uns mit: „Na das ist ja mal ein süßer Surfer-Boy“ kommentiert wurde. Er kann uns ja eh nicht verstehen – dachten wir. Bei der Vorstellungsrunde eröffnete uns Joey dann, dass er aus Deutschland kommt. 😃 Ups! Wir sind uns aber ziemlich sicher, dass er unser anfangs nicht zugehört hat, da er völlig überrascht war, als wir uns auch als Deutsche outeten.

Nun wurde es tatsächlich ernst: Mit Joey zusammen suchten wir passende Surfboards aus und lernten am Strand zunächst „im Trockenen“ das Paddeln und Aufstehen, sowie die wichtigsten Regeln und Verhaltensweisen beim Surfen. Der Großteil der Gruppe, so auch Linh und ich, waren Goofys (Standfuß links). Auch Joey ist ein Goofy, was laut ihm natürlich auch die besseren Surfer sind. 😊 Bevor es richtig losging, brauchten wir noch einen Gruppennamen. Ab sofort waren wir, eine reine Mädelsgruppe, „Joeys Chicks“ (der Name sollte sich noch einige Male ändern… 😃). Nachdem Joey unsere Technik für gut befunden hatte, gingen wir voll motiviert und mit dem Surfboard unterm Arm ins Meer. Die ersten Minuten standen wir dann allerdings alle ein bisschen planlos im Wasser rum. War das jetzt eine gute Welle? Wie ging das nochmal mit dem Paddeln? Zum Glück half Joey uns allen nacheinander und mit seiner Hilfe schafften wir es tatsächlich alle mindestens einmal auf dem Brett zu stehen! Das war so ein cooles Gefühl, unglaublich!

Die erste Stunde ging leider viel zu schnell vorbei – aber das hieß auch: Es gibt Essen und zwar richtig geile Burger. 😊 Nach der Mittagspause schälten wir uns dann wieder rein in die Wetties und liefen zum Meer, wo Joey schon auf uns wartete. Dieses Mal war auch Oscar als Instructor mit dabei – ein ganz putziger australischer Surferboy. 😊 Da nun neben Joey auch Oscar Teil unserer Surf-Family war, musste natürlich unser Namen angepasst werden. Joey hatte Oscar fälschlicher Weise (oder auch nicht?! 😃) erzählt, wir seien „Joey’s Bitches“. Oscar wollte nun das Ganze ein wenig aufwerten und so wurden wir zu „Joey’s Bitches und Oscar’s Angels“ 😃 Am Nachmittag übernahm dann Oscar den „Theorie-Teil“: Was sind gute Wellen, was ist guter Wind und was sind die besten Surf-Bedingungen. Nachdem wir das wussten mussten wir feststellen, dass die Surf-Bedingungen am Nachmittag leider nicht so gut waren, wie noch am Morgen. Aber mit vereinten Kräften von Joey und Oscar und mit schon ein bisschen mehr Übung, gelangen uns allen wieder ein paar tolle Stands. 😊 Am Mittag wurden dann auch zum ersten Mal Bilder von uns beim Surfen gemacht. Die Ergebnisse konnten wir dann gemeinsam am Abend bewundern. 😉 Zum Ende der Surfstunde ging dann auch schon die Sonne unter und wir konnten einen unglaublich schönen Sonnenuntergang am Strand miterleben. Surfen, nette Menschen und ein perfekter Sonnenaufgang – mehr braucht man eigentlich nicht. 😊

Nachdem wir im Prestige Bathroom geduscht hatten gab es für uns Barbie, juhu! 😊 Bevor das Buffet eröffnet wurde, erklärten uns Jose und Ned noch den Plan für den Abend. Nach dem Abendessen hatten wir noch ein bisschen Zeit im Camp bevor wir dann alle zusammen in den nahegelegenen Pub gehen. Nach dem leckeren Barbie wurde dann, da wir nicht in der Stadt waren, war es sogar offiziell erlaubt, der Alkohol ausgepackt. Wir hatten mit (mehr oder weniger) gutem Wein von Aldi vorgesorgt und genossen direkt das erste Gläschen. 😉

Irgendwann kam unser Tisch auf die Idee, Circle of Death zu spielen, was im Grunde ziemlich witzig war. 😃 Leider war unser Weinvorrat dann doch recht schnell aufgebraucht, so dass wir uns am Gun der Jungs beteiligen mussten. Für diejenigen die es nicht wissen: Gun ist der billige Backpacker Wein, von dem wir bisher noch nicht allzu viel Gutes gehört hatten. Eigentlich schmeckte der auch gar nicht so schlecht, irgendwie wie ein süßer Fruchtwein. 😃 Später stellte sich jedoch heraus, dass der Gun seinen Ruf nicht umsonst hat…

Jedenfalls gingen wir dann auch bald los zum Pub. Dort hatte sich bereits das halbe Dorf versammelt – und zwar wirklich das halbe Dorf. Von kleinen Kindern, über Jugendliche bis hin zu Opas war wirklich alles vertreten. 😃 Zum Glück hatten uns Jose und Ned bereits vorgewarnt und ohne schlechtes Gewissen mischte das Surf Camp den Laden ein bisschen auf. Leider mussten wir uns den Gun dann nochmal durch den Kopf gehen lassen, bevor wir richtig feiern konnten… 😃 Unsere Surflehrer Joey und Oscar sind leider nicht mehr mit zur Bar gekommen, aber trotzdem war es eine lustige Runde mit der wir lange feierten.

Als der Pub zumachte, wankten wir nach draußen, allerdings völlig ohne Plan, wie wir wieder ins Camp kommen sollten. Da kam gerade der Busfahrer vorbei, der uns gestern ins Camp gebracht hatte und wir konnten ihn nach dem Weg fragen. Wie es der Zufall wollte war Busfahrer-Ben mit dem Auto da und nahm uns einfach mit. 😃 So waren wir vor allen anderen im Camp und konnten uns in Ruhe im Prestige Bathroom fertigmachen.

Am Sonntagmorgen waren wir leider die Gruppe, die zuerst aufstehen musste. Und so quälten wir uns um 06:45 Uhr mit zwei Begleitern aus dem Bett: Kater und Muskelkater. 😦 Nach einem äußerst stillen Frühstück und nachdem wir in die nassen und kalten Wetties gestiegen waren, liefen wir zum Strand. Wir hatten keine Ahnung, wie wir mit unseren zwei Katzen-Begleitern auch nur annähernd gut Surfen wollten. 😃 Dieses Mal hatten wir die Stunde zusammen mit Oscar und Matty, einem weiteren Instructor. Da wirklich alle verkatert und von Muskelkater geplagt waren (inklusive Surf-Lehrer! 😃), war es dann irgendwie doch nicht so schlimm. Wir wärmten uns zusammen auf und Matty erzählte seltsame Mexikaner-Witze, so dass aller Schmerz fast vergessen war. Nun sollte sich, dank neuem Family-Mitglied Matty, unser Name ein letztes Mal ändern. Da Oscar heute das ‚Bitches‘ für sich beanspruchte waren wir letztendlich: „Joey’s Chicks, Oscar’s Bitches and Matty’s Hoes“ – ganz wunderbar, tschüss Emanzipation, haha! 😃 😃

Auch bei der leider schon letzten Surfstunde schafften wir es, das ein oder andere Mal aufzustehen 😊 Mit der Hilfe von Oscar und Matty war es natürlich wieder einfacher – so entstanden auch am zweiten Tag wieder schöne Surf-Angeber-Bilder. 😉

Nach dem Mittagessen hatten wir noch zwei Stunden free time, bevor der Bus uns wieder in Richtung Sydney brachte. Die Zeit nutzte ich um ein paar der Surflehrer für meine Story für Mobile Journalism zu interviewen. Danach liefen wir noch einmal zum Seven Mile Beach für diesen geilen view:

Die Rückfahrt nach Sydney hatte der halbe Bus verschlafen, weshalb sie auch ziemlich schnell vorbei war. Bevor am Abend noch ein gemeinsamer Ausklang angedacht war, holten wir zuerst noch unsere Surf Camp Shirts und Cappis bei Rip Curl ab. Wie geplant waren wir pünktlich um 18 Uhr an der Side Bar, wo Jose und Ned uns ein Freigetränk und Free Pizza angekündigt hatten. Natürlich war außer uns und zwei anderen Mädels sonst noch keiner pünktlich da. 😃 Zusammen mit den beiden gingen wir trotzdem schon mal in die Bar und wollten dort warten. Mit den beiden Mädels, Katja und Kathleen, war es echt lustig. Besonders lustig war, dass wir fast eine halbe Stunde fleißig auf Englisch geredet haben, bis wir gemerkt hatten, dass wir alle aus Deutschland kommen! Da war das Gelächter erst Mal groß. 😃

Allerdings waren wir auch nach fast einer Stunde Wartezeit noch fast alleine (insgesamt waren vielleicht zehn Leute aus unserer Gruppe da). Nach vielen Facebook Nachrichten, Diskussionen mit der Kellnerin und Telefonaten stellte sich die traurige Wahrheit heraus: Seit neustem gibt es keine Free Pizza mehr. 😦 Aber zumindest ein Getränk haben wir kostenlos bekommen.

Müde, mit schmerzenden Armen und Schultern – aber glücklich – gingen wir dann am Sonntagabend wieder nach Hause. Kaum zu glauben, dass am nächsten Tag wieder die Uni losgehen sollte… Aber wir waren uns einig: Surf Camp – wir kommen wieder! 😊

Hier gibt’s das Wochenende nochmal in bewegten Bildern:

Tanja

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Ein Kommentar zu „Surfing in Australia!

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