Blue Mountains and Boxing Kangaroos

Als wir an Montagmorgen nach unserem Outback-Abenteuer wieder im eigenen Bett aufwachten, hatten wir gleich doppelten Grund zur Freude. Erstens, wir hatten diese Woche unsere erste Study Vacation, also keine Vorlesungen und keine Assignments. Und zweitens, Susi und Juliane waren am Wochenende von ihrer Rundreise zurück nach Sydney gekommen. 😊 Zunächst mussten wir unsere Schuhe und Kleider so gut es ging vom roten Wüstensand befreien und unseren Kühlschrank wieder befüllen (Übrigens: Diese Woche haben wir es zum ersten Mal zu Aldi geschafft! Die Aussies sind ganz begeistert von Aldi und meinen auch, dass das GANZ sicher ein australischer Supermarkt ist… wir müssen hier noch sehr viel Aufklär-Arbeit leisten 😊). Danach machten wir uns auf zum Coogee Beach, wo wir uns mit Susi und Juliane treffen wollten. Dort entspannten wir uns dann erst einmal noch ein bisschen bevor wir zusammen bei uns Zuhause Lasagne kochten, yummy! Natürlich hatten wir alle so einiges zu erzählen von unseren Reisen, so dass wir einen schönen, gemütlichen Abend auf der Couch verbrachten. Allerdings nicht allzu lange, dann am Dienstag stand unser gemeinsamer Ausflug in die Blue Mountains an.

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Sonnenaufgang an der Central Station

Susi und Juliane hatten zum Glück ein Hostel in der Stadt, wir mussten dagegen um 05:40 Uhr morgens mit dem ersten Bus in die Stadt fahren. 😃 Da um diese Uhrzeit am Feiertag (es war der 25. April und somit Anzac Day, ein großer Feiertag in Australien) kein Mensch unterwegs war, waren die Straßen entsprechend leer und wir zu früh an der Central Station. Immerhin konnten wir dann zumindest einen schönen Sonnenaufgang über der Stadt sehen. 😉 Bald kamen dann auch Susi und Juliane und auch unser Bus für die Tour war pünktlich. Als wir aus diesem unseren Tour-Guide für heute aussteigen sahen, war dann erstmal alle Müdigkeit verflogen: Er war SO süß! Und so konnte Tour-Guide-Tim vier glückliche Damen an Bord begrüßen. 😃 Der Rest der Reisegruppe stellte sich leider als älteres Publikum heraus, so dass auch Tim froh über junge Gesichter war. Beim ersten Frühstücks-Stop auf dem Weg in die Blue Mountains steuerten wir eine Bäckerei an. Im Vergleich zur Stadt gab es hier wirklich günstiges Essen. Deshalb gönnten wir uns hier erstmal Croissants, Buns und Bananenbrot, yummy. 😊

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Tour-Guide-Tim in Action 🙂

Nach der Frühstückspause ging es dann mitten in den Wald. Der Großteil der Reisegruppe (alle außer wir vier und Tim) entschied sich dafür, die Blue Mountains von oben aus einer Seilbahn zu bestaunen. Das war uns zu langweilig (und zu teuer), deshalb wollten wir lieber ein bisschen wandern gehen. Tim zeigte uns den Weg, auf dem wir auch zum späteren Treffpunkt kommen sollten. Zur Sicherheit gab er mir noch seine Handynummer.

Der Wanderweg mit tollen Aussichten über die Blue Mountains war wirklich schön. Trotz einiger Fotopausen kamen wir dann ziemlich bald beim nächsten Infopoint an, wo wir die bekannte Felsformation „Three Sisters“ bewundern konnten. Hier war einiges los und wir mussten unsere Plätze mit dem besten Blick mit Händen und Füßen gegen etliche Chinesen und Co. verteidigen. 😃 Alles für gute Fotos! 😊

Der Rückweg zum Treffpunkt stellte sich dann jedoch als ein bisschen komplizierter heraus. Irgendwann standen wir im wahrsten Sinne des Wortes ‚im Wald‘. Unser lieber Tim ging auch leider nicht an sein Handy. Und so standen wir da: vier Deutsche im Wald ohne Orientierung 😃

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Lost in the Blue Mountains 😀

Dank Google Maps und einer guten Intuition fanden wir die anderen schließlich doch wieder und besuchten gleich hier eine Aborigines Show. Als Willkommens-Gruß wurden wir erstmal angemalt und sicherten uns dann die Plätze in der ersten Reihe. Die Show war richtig spannend; die Aborigines präsentierten verschiedene Tänze und Lieder und erzählten auch sehr viel über ihre Kultur und ihre Geschichten.

Zum Mittagessen führte uns Tim dann zu einem Golf-Club. Leider hatten wir uns ein bisschen mehr von einem Essen hier versprochen, aber naja. Allerdings hatte sich die Mittagspause hier aus einem anderen Grund gelohnt. Wie schon erwähnt, war an diesem Tag Anzac Day. Die Australier gedenken hier den Opfern und Soldaten des ersten Weltkrieges. Soweit der offizielle Teil, inoffiziell ist es einer der größten „Drinking-Days“ 😃 Da das ansonsten illegale Glücksspiel „Two-up“ besonders während des Krieges beliebt war, ist es lediglich am Anzac Day legal in vielen Pubs und Bars zu spielen. Ganz vereinfacht erklärt werden dabei zwei Münzen geworfen und die Spieler können wetten (das machen die Aussies ja gerne 😉). Und so konnten wir hier die Australier beim Two-up spielen beobachten. Selbst gespielt haben wir allerdings nicht – da müssen wir wohl in einem Jahr nochmal herkommen. 😉 Von hier nur ein kurzes Stück entfernt, zeigte Tim uns noch seinen Lieblingsplatz in den Blue Mountains, wo man einen super Blick über die Landschaft hat. An diesem Lookout wurde übrigens der Film ‚Tomorrow when the war began‘ gedreht.

Bevor es zurück nach Sydney ging, legten wir noch einen Stop am Featherdale Wildlife Park ein. Hier ist die gesamte australische Tierwelt vertreten; von Kängurus über Koalas bis hin zu Schlangen und Co. Völlig begeistert liefen wir durch den Park, fütterten Kängurus und Wallabys und schauten uns die Fütterung von den Dingos und von einem tasmanischen Teufel an. Leider hatten wir hier nicht so viel Zeit, wie wir gerne gehabt hätten. Trotzdem war der Park ein weiteres Highlight des Tages.

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Den restlichen Weg nach Sydney fuhren wir dann mit der Fähre über den Parramatta River. Hier mussten wir uns dann leider von Tour-Guide-Tim trennen… ☹ 😃 Von der Fähre aus hatten wir nach etwa einer halben Stunde Fahrt bei der Einfahrt in den Circular Quay einen super Blick auf die Stadt, das Opernhaus und die Habour Bridge.

Am Abend wollten wir uns eigentlich noch mit Saskia und Wencke treffen, die wir im Outback kennengelernt hatten und noch ein bisschen den Anzac Day feiern. Allerdings waren sie beide erkältet und wir ziemlich müde, so dass wir doch lieber nach Hause fuhren. Susi und Juliane gönnten sich noch ein Abendessen mit Känguru – wir haben es auf dem Heimweg nur noch bis zum Hungry Jack’s geschafft. 😃

Am Mittwoch war dann auch schon der vorletzte Tag von Susi und Juliane in Australien. Da wir schon viel Sightseeing gemacht hatten, wollten wir den Tag gemütlich angehen und schlenderten durch die Innenstadt und stöberten uns durch die Läden. Zum Mittagessen wagten wir uns dann an ein Chicken-Schnitzel heran. Auch hier sind sich die Aussies wieder sehr sicher, dass original Wiener Schnitzel aus Hähnchen sein muss. 😃 Das Schnitzel, wenn auch nicht ganz original, war aber tatsächlich ziemlich lecker. 😃 Gegen Nachmittag gönnten wir uns dann noch Nutella-Mokkas und heiße Schokolade in einem Cafe und ließen so langsam aber sicher unsere gemeinsame Zeit ausklingen…

Susi und Juliane, es war schön mit euch! 😊 Ihr könnt jeder Zeit gerne wieder zu Besuch kommen! 😉

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Nach so viel Abenteuer und Action gönnten wir uns am Donnerstag einen Tag Pause und machten… nichts 😃 Schlafen, Essen und Fernsehen schauen. Das musste auch mal sein 😃 Auch am Freitagmorgen ruhten wir uns noch aus – dann mussten wir auch schon wieder packen. Wir haben so ein Jetset-Leben hier. 😃 Da wir unsere Study Vacation natürlich voll ausnutzten, ging es dieses Wochenende (endlich!) ins Surf Camp, wuhu!

Tanja

 

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