Easter in Down Under

Kurz vor Ostern mussten wir uns zunächst um unsere Assignments kümmern. Semi-motiviert marschierten wir also am Montag auf zum MediaLab um den Audiorecorder auszuleihen. Für unser bevorstehendes Assignment in Advanced Journalism mussten wir nämlich gleich zwei journalistische Arbeiten abgeben, einen Text und einen Audio-Beitrag. Nachdem wir für die Text-Story dank Free Coin Day und dem City Welcome zumindest ein Thema hatten, fehlte also noch die Radio-Story. Dafür mussten wir Interviews führen – leider waren wir jedoch zunächst völlig planlos, mit wem. Linh entschied sich dann dazu, eine Studentin zu interviewen, die den U@Uni Tag für Schüler mitorganisierte, der praktischerweise an diesem Montag stattfand. Praktisch war auch, dass die Schüler wohl nicht ganz so hungrig waren und wir jeweils ein Lunch-Paket vom Buffet abgreifen durften, yay! 😊 Hier konnten wir dann auch das erste Mal das beliebte Bananenbrot testen. Unser Fazit: Super lecker! Und das sag sogar ich, die Bananen eigentlich gar nicht mag. (Übrigens: Mehr zu Bananenbrot und co. erfahrt ihr bald hier… 😊)

Da wir nach der Vorlesung am Nachmittag noch fit waren, beschlossen wir am Abend zur Comedy Night im Coogee Bay Hotel zu gehen. Diese findet jeden Montag statt, aber irgendwie haben wir es noch nie dorthin geschafft. Die Show fand in einem kleineren Teil der Bar statt, in dem nur gemütliche Sessel und Sofas standen, was total cool war. An diesem Abend gab es einen Green Apple Mojito im Angebot, von dem wir uns dann natürlich einen gönnten 😉 Mit Mojito und einer echt lustigen Comedy Show ließen wir also den Montag gemütlich ausklingen.

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Apple Mojitos bei der Comedy Night

Am Dienstag musste ich mich dann um die Radio Story kümmern. Da Ostern vor der Tür stand, griff ich die Gelegenheit auf und machte das zu meinem Thema; Ostern in der heutigen Zeit. Dafür führte ich ein Interview mit einem Mitarbeiter einer christlichen Studentengruppe. Hier erfuhren wir dann auch, dass es am nächsten Tag kostenlose Hot Cross Buns geben soll. Das ließen wir uns natürlich nicht entgehen. Konnten wir eigentlich auch gar nicht, am Mittwoch gab es einfach üüüberall Hot Cross Buns for free! Und sogar getoastete und gebutterte! Einfach viel zu lecker… so lecker, dass wir leider nicht mal ein Bild davon gemacht haben ☹

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Lecker!

Beglückt von vielen Hot Cross Buns überstanden wir dann die Vorlesung am Abend ganz gut. Unser Dozent Peter, den wir bisher eher weniger sympathisch fanden, zeigte heute doch mal seine nette Seite. Er ermutigte uns auch hier weiter wissenschaftliche Themen für unsere Texte aufzugreifen und gab uns viele Tipps und Anregungen. Vielleicht mag er uns ja doch 😃 Mit einem guten Gefühl zum Ende der Uni-Woche, gönnten wir uns Zuhause noch einen Mitternachtssnack… noch mal Hot Cross Buns 😃

Den kommenden Donnerstag und Freitag ließen wir zunächst gemütlich angehen und verbrachten die Tage hauptsächlich mit Spaziergängen durch Randwick und natürlich an unserem heiß geliebten Coogee Beach. 😊

Am Freitag war übrigens Karfreitag, hier in Australien heißt er „Good Friday“. Selbstverständlich gab es an diesem Tag kein Fleisch, aber ein bisschen was vom Braunen-Tüten-Getränk gönnten wir uns am Abend trotzdem. Irgendwie waren wir wohl ein bisschen zu naiv und vergaßen, dass am Good Friday doch nicht alles so good ist. Wie in Deutschland herrschte nämlich Tanzverbot, was wir allerdings erst feststellten, als wir bereits gestylt und schick gemacht vor den geschlossenen Türen des Coogee Bay Hotels feststellen mussten. Einfach so nach Hause wollten wir dann aber auch nicht, dafür war der Abend noch zu jung. Also spazierten wir lange am Coogee Beach entlang. So lange, dass wir irgendwann auch wieder Hunger bekamen. 😃 Also genehmigten wir uns noch eine Pizza von Dominos, die wir am Strand aßen. Aber irgendwie war es immer noch zu früh um nach Hause zu gehen. Also schrieb ich Declan, den wir vor zwei Wochen kennengelernt hatten (einer der Menschen, die nachts im Meer gebadet haben 😃). Vielleicht waren die Jungs ja Zuhause in ihrer genialen Strand-Wohnung und wir könnten uns ganz elegant selbst einladen. Bald rief er an und ich erzählte ihm von unserem Dilemma, dass wir keine Party fanden. Declan war zwar zu dem Zeitpunkt noch auf einer Hausparty bei Freunden, aber er meinte, er käme bald nach Hause und wir sollen einfach schon Mal dorthin laufen.

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Coogee Beach am Abend

Bei Declan kamen wir dann tatsächlich noch in den Genuss einer Hip Hop Party, was uns nach der langen Wartezeit (es war mittlerweile fast 2 Uhr morgens) sehr freute. Freundlicherweise hatte Declan auch Captain Morgan und Limo mitgebracht. Da er selbst schon leicht einen sitzen hatte, halfen wir ihm natürlich gerne, die Reste zu trinken. Wir wollten ja nicht, dass es ihm schlecht geht. 😃 Anders als geplant, aber trotzdem war es am Ende eine lustige Privatparty mit nicem View auf den Coogee Beach. 😃

Auch wenn wir in dieser Nacht nur wenig Schlaf abbekamen, standen wir am Samstag früh auf. Wir wollten nämlich zu Royal Randwick zu einem Pferderennen. Die Pferderennen hier in Randwick sind in ganz New South Wales sehr beliebt, daher wollten wir uns das auch einmal anschauen. Natürlich schick im Kleid und leider ohne Hut liefen wir also dorthin. Schon auf dem Weg trafen wir viele schicke Leute und sahen den ganzen Tag über soo viele coole und auch weniger coole Hüte. 😃

Bei Royal Randwick angekommen, stellten wir fest, dass es hier wirklich royal ist – alles sehr edel und wie man es sich so von England vorstellt (da merkt man die Verbindung mal wieder). Nachdem wir uns erstmal umgeschaut hatten suchten wir uns auch bald einen Platz auf der Tribüne. Gewettet haben wir allerdings nicht, da wir uns gar nicht über die Pferde informiert hatten. Alle anderen, die gewettet hatten, feuerten die Pferde bei den Rennen dann auch lautstark an, was alleine schon sehr unterhaltsam war. 😃 Über den ganzen Tag verteilt fanden dann verschiedene Rennen statt und natürlich feuerten wir unsere Favoriten (professionell bewertet nach Aussehen und Kreativität des Names) kräftig an.

Auch am Ostersonntag standen wir wieder früh auf. Da uns die bekannte Royal Easter Show beim Olympia Stadium zu teuer war fuhren wir nach Cronulla, was circa eine Stunde mit dem Zug von der Innenstadt entfernt ist. Da ja Sonntag war, kostete und die Fahrt wieder nur 2,50$. 😊 Auch in Cronulla fand über die Osterwoche eine Show statt, für die man allerdings keinen Eintritt zahlen muss. Dort angekommen folgten wir also einfach den anderen Menschen und fanden uns in der schönen kleinen Fußgängerzone von Cronulla wieder, wo die Stände der Easter Show gerade erst aufmachten. Die Easter Show hier war zwar vermutlich deutlich kleiner als die in der Innenstadt, aber irgendwie süß und wie ein kleines Familienfest 😊 Nachdem wir alles gesehen hatten liefen wir weiter Richtung Cronulla Beach, der bei Surfern und Locals sehr beliebt ist. Sofort verstanden wir auch warum: Der Strand war riiiesing, mit tollen Dünen und tollen Wellen und, natürlich, tollen Surfern 😉

Zum Baden war der Strand heute leider nicht freigegeben, daher genossen wir einfach die Sonnenstrahlen am Strand und bei einem Spaziergang an den Dünen entlang.

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Da am Ostermontag natürlich auch in Australien Feiertag ist, hatten wir zum Glück keine Uni und konnten zur Oster Parade in die Stadt fahren. Die Teilnehmer der Parade sammelten sich im Hyde Park, daher liefen wir zunächst dort hin. Was uns natürlich sofort auffiel waren etwas größere Pappkartons mit chinesischen Schriftzeichen darauf, mit denen auffällig viele Leute herumliefen. Kurz darauf fanden wir an einem Infostand die Lösung: Dort wurden einfach Laptop Tische fürs Bett verschenkt, einfach so 😃 Wirklich gruslig war das, weil wir keine zwei Tage vorher darüber gesprochen hatten, dass so ein kleiner Tisch total praktisch wäre… wirklich verrückt 😃

Da bis zur Parade noch ein bisschen Zeit war, liefen wir noch durch den Hyde Park und suchten uns dann einen Platz an der Straße, um die Parade zu sehen. Die Parade war dann allerdings kürzer und schneller vorbei als wir dachten und als sie angekündigt war, was ein bisschen schade war.

Da wir dann aber sowieso schon hier waren, liefen wir noch ein bisschen durch die Stadt und den Botanischen Garten. Dort blieben wir dann auch bis zum Abend, wo wir dann mit einem unglaublich schönen Sonnenuntergang belohnt wurden. Einfach so schön hier!

Noch völlig beflügelt vom langen Wochenende mit viel Action konnte auch die schrecklich langweilige Vorlesung am Dienstag und auch die, erstaunlicherweise, recht spannende Vorlesung am Mittwoch nicht wirklich unsere Laune trüben. Denn am Donnerstag stand dann schon unsere erste größere Reise an. Mit gepackten Rucksack, Nikies, Sonnenbrille und jeder Menge Vorfreude machten wir uns dann auf um uns einen lang ersehnten Traum zu erfüllen: Auf ins Outback!

Tanja

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