Exploring our new Hometown

Die Chinesinnen waren schon am früher morgen weg und unser Vermieter/Mitbewohner Mike auf der Arbeit. Am Samstag konnten wir also endlich richtig einziehen und uns nach unseren Wünschen einrichten. Erste Priorität war dabei erstmal: Putzen! So eine Männer-Single Wohnung hat eben doch andere Putz-Standards, als wir sie uns wünschen. Ebenso dürftig sah es auch mit Mikes Putzvorrat aus. Also machten wir uns auf zu Woolworth in Coogee. Hier gab es gleich zwei Kulturschocks. Erstens: Sydney ist alles andere als eine flache Stadt. Besonders die äußeren Bezirke sind quasi einfach so gebaut worden, wie die Natur das Gebiet vorgab, mit allen Hügeln und Steigungen. Und das sind einige. Zum Supermarkt/Strand/Bank runter – kein Problem. Der Rückweg nach Hause ist dagegen eher ein harter Marsch (mittlerweile unser regelmäßiges Workout 😉 ). Zweiter Kulturschock: Auch im Supermarkt ist vieles deutlich teurer als wir es von Zuhause gewohnt sind, besonders Obst und Gemüse. Aber wenn man genauer hinschaut, findet man vor allem bei den Hausmarken oft relativ günstige Sachen (wir entdecken immer wieder was Neues). Wichtiger Tipp: Angebote! Hier sind die Produkte oft um 50 Prozent reduziert, da kann man sich dann auch mal was gönnen 🙂

Vollgepackt mit Wasser, Lebensmitteln und einer Menge Putzutensilien und Reinigern machten wir uns also auf den steilen Heimweg. Nach einem Putzmarathon durch Wohnzimmer, Küche, Flur, Schlafzimmer und Bad fühlten wir uns erstmal wohler. Nachdem wir ausgepackt hatten, gingen wir relativ früh ins Bett. Übrigens: Das Bett ist zwar weich, allerdings spürt man hier jede Feder… naja, besser als zu hart 🙂

Leider ist das Wetter seit unserer Ankunft nicht wirklich besser geworden und war meistens eher trüb und regnerisch. Mike versicherte uns aber, dass dieses Wetter für die Jahreszeit sehr unüblich ist, daher waren wir guter Dinge. Die Wettervorhersage versprach zum Ende der Woche hin deutlich mehr Sonne. Nichtsdestotrotz wollten wir am Sonntag mal unsere neue Nachbarschaft kennenlernen. Randwick ist ein wirklich schöner Stadtteil und erinnert mit seinen überwiegend Einfamilienhäusern gar nicht an eine Großstadt. Ein besonderes Highlight ist natürlich die Nähe zum Meer. Einfach unsere Straße runter befindet sich der Clovelly Beach, eine eher kleinere Bucht. Ein Stück weiter, aber ebenfalls gut zu Fuß zu erreichen, ist der bekannte Coogee Beach, der auch deutlich größer ist. Zwischen den Buchten finden sich beeindruckende Felsküsten, an denen sich der raue Pazifik bricht.

Am Abend verordnete  Mike uns, wir sollen ausgehen und „some locals“ kennenlernen. Also machten wir uns später auf Richtung Coogee Beach, wo wir in eine gut besuchte Strandbar gingen. Hier hatten wir wohl den (musikalisch) australischen Ballermann entdeckt 🙂 Der Eintritt ist zum Glück kostenlos, aber knapp 10 Dollar für ein Bier war uns dann doch etwas zu teuer. Später am Abend spielte noch eine Band. Die Stimmung war gut und uns wurde wieder mal deutlich: Australier lachen immer und haben irgendwie bei allem Spaß, was ziemlich ansteckend ist 🙂

Am Sonntag können wir mit unserer Opal Card, der Fahrkarte in NSW, den ganzen Tag für nur 2,50 Dollar durch die ganze Stadt fahren. So ließen wir uns die Gelegenheit nicht entgehen und fuhren in die Innenstadt. Der erste Blick auf der Habour Bridge und kurz darauf auf das Opera House – unglaublich, wir sind wirklich in Sydney! Trotz Regen und grauen Wolken, der Anblick raubte uns erst einmal den Atem.

Das Opernhaus und die Habour Bridge wurden dann natürlich von allen möglichen Perspektiven fotografiert, um diesen Moment gebührend festzuhalten.

Als der Regen aufgehört hatte, spazierten wir weiter am Habour, durch The Rocks und durch Barangaroo bis zum Darling Habour. Auf dem Weg dorthin fanden wir auch noch einen hübschen Straßenmarkt. Auf die Leute, die beim dortigen Barbie (= Barbecue) aßen, waren wir mit unseren selbstgeschmierten Toast dann aber doch ein bisschen neidisch 🙂

Trotz weniger schönem Wetter war der erste Eindruck von der Stadt wirklich toll. In den nächsten vier Monaten werden wir die Stadt ja noch ein paar mal im Sonnenschein erleben. Doch auch ohne Sonne mussten wir am Abend feststellen, dass wir beide einen leichten Sonnenbrand hatten… das Ozonloch lässt grüßen :-O

Apropos Sonnenschein: Am Montag ließ sich die Sonne tatsächlich mal wieder blicken! Da die Orientation Week erst am Dienstag startete war das Ziel für Montag klar: Beach day! Nachdem ich mir erstmal noch ein (wirklich schönes) Strandhandtuch kaufen musste, gingen wir zum Coogee Beach. Es war zwar etwas windig, aber ein bisschen Urlaubsfeeling hatten wir uns ja wirklich mal verdient 🙂

Tanja

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