G’Day Down Under!

Nach unseren vier Tagen in Singapur und einer tollen Fußmassage am Flughafen (mir tat mein ganzer Körper immer noch weh von der „Thai-Massage“) ging es wieder an Bord des nächsten Flugs mit unserem finalen Ziel: SYDNEY!!

Der Flug hat fast acht Stunden gedauert, war aber recht angenehm: wir haben leckeres Essen bekommen und Filme angeschaut. Die meiste Zeit haben wir aber geschlafen und so verging der Flug wie im Flug (haha 😃). In Sydney angekommen, waren wir erst mal total überfordert. Wo müssen wir hin? Wo ist die Gepäckausgabe? Müssen wir nochmal kontrolliert werden? Schließlich fanden wir nach einem langen Weg die Gepäckausgabe und ich meinte zum Scherz: „Bestimmt kommen unsere Koffer als erstes“ und genau in diesem Moment fuhr mein Koffer an uns vorbei. Tanjas kam direkt danach und wir machten uns auf die Suche nach dem Shuttle-Bus für UTS-Studenten.

Leider mussten wir fast eine Stunde auf ihn warten, aber wurden dafür kostenlos zum Bahnhof gefahren, von wo wir mit dem Bus weiter zu unserer Wohnung nach Randwick fahren konnten. Doch zuerst mussten wir eine Opal-Card kaufen, um mit dem Bus fahren zu können. Diese aufladbare Karte ist das Zahlungsmittel für den öffentlichen Verkehr in Sydney. Natürlich waren alle Automaten kaputt, an denen man diese Karte kaufen konnte und wir standen wieder verzweifelt da. Es war sooo heiß! Zum Glück konnte uns eine Frau am Schalter weiterhelfen, sodass wir unsere Karten erhielten und mit dem Bus Richtung Randwick fuhren. Leider wurde, genau wie in Singapur, keine Durchsage der Haltestellen gemacht. Wir wussten also nicht, wann wir aussteigen müssen. Wir sahen wohl sehr verzweifelt aus, denn im Bus wurden wir dann direkt gefragt, wo wir hinmüssten und uns wurde Bescheid gegeben, wann wir aussteigen sollen. Nette Australier! 😊 Glücklicherweise befindet sich die Bushaltestelle schräg gegenüber vom Haus, in der unsere Wohnung ist. Nach einer 15-minütigen Fahrt kamen wir dort an. Total müde und mit jeweils fast 40 Kilo Gepäck schleppten wir uns also zum Haus gegenüber mit der Hoffnung auf ein weiches Bett.

IMG-20170306-WA0015.jpg
Unser neues Zuhause.

Unser Vermieter Michael hatte uns mitgeteilt, dass er die Schlüssel in den Briefkasten gelegt hatte, da er nicht Zuhause sei. Doch leider waren nirgendwo Schlüssel zu finden. Weder im Briefkasten, noch im Garten, noch unter irgendwelchen Matten – nirgends. Wir wussten nicht einmal die Nummer der Wohnung; es gab acht in dem Haus. Michael hatte uns nicht informiert. In der Hitze und mit unserem Gepäck standen wir also vor verschlossener Türe. Wir irrten noch eine Weile umher auf der Suche nach dem Schlüssel oder irgendeinem Zettel oder Brief von Michael, doch wir blieben erfolglos. Schließlich sahen wir eine Nachbarin und eilten zu ihr hin, um sie um Hilfe zu bitten. Sie war super nett und hat uns sofort bei sich Zuhause eingeladen und uns etwas Kaltes zu trinken angeboten. Ich wiederhole: Nette Australier! 😊 Zusammen riefen wir dann Michael an, aber konnten ihn erstmal nicht erreichen. So schrieben wir ihm eine SMS und es hieß erstmal abwarten. Währenddessen liefen wir noch um das Haus herum und fragten direkte Nachbarn, aber irgendwie schien kein Mensch Michael wirklich zu kennen. Als dann endlich eine Antwort von ihm kam, wurden wir auch nicht klüger, denn er schrieb einfach nur, dass die Schlüssel im Briefkasten 1 sein müssten. Daraufhin schlussfolgerten wir, dass er in Unit 1 wohnt und klopften auf gut Glück an die Türe. Erstaunlicherweise öffnete uns eine junge Chinesin in unserem Alter mit ihrer Mutter die Türe und schaute genauso überrascht und verwirrt wie wir selbst. Es gab wohl ein Missverständnis mit Michael, sodass es eine Überschneidung mit den Übernachtungen gab. Nach einigen SMSen hieß es dann, dass wir die eine Nacht in Michaels Zimmer schlafen sollen, bis die beiden Chinesinnen eben ausziehen. Wohl oder übel mussten wir das akzeptieren.

Netterweise haben die beiden Chinesinnen einen Tagesausflug gemacht, damit wir ein bisschen zur Ruhe kommen konnten. Da wir großen Hunger hatten, sind wir zu dem Minimart gegenüber gelaufen. Dort haben wir unseren ersten Kulturschock erlebt, denn alles war SOOO teuer! Mit unserem wenigen Geld, das wir hatten, haben wir uns das Nötigste gekauft, um uns etwas zu kochen. Leider war unsere Ausbeute nicht ganz so groß, aber für Nudeln mit Tomatensoße, eine Packung Milch und zwei Flaschen Wasser hat es gereicht. Michael hatte leider keinerlei Gewürze da, sodass wir unsere Nudeln komplett ungewürzt gegessen haben – yummy! 😃

K1024_20170302_123423.JPG
Yummy…

Am Abend hat uns Michael dann jeweils eine Gourmet-Pizza mitgebracht, sodass wir ihm gar nicht mehr böse sein konnten. Nach dem chaotischen Tag waren wir dann froh, uns endlich in ein weiches Bett fallen lassen zu können (jaaa, weich!) und einfach auszuschlafen.

Linh

 

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s